Montag, 7. November 2016

Sonntag, 6. November 2016

[Rezension] Dreizehn wilde Weihnachtskerle von Barbara van den Speulhof

KJB
ab 6 Jahren
176 Seiten, gebunden
Mit Bildern von Susanne Göhlich
978-3-7373-4067-0
14,99 Euro (D)


Die Weihnachtszeit naht und jedes Jahr stellt sich uns die Frage, welches Buch sollen wir lesen. Die Auswahl ist groß, es gibt einige Bücher, die müssen wir jedes Jahr lesen, aber alle haben sie eines gemeinsam: Sie verkürzen die Zeit bis Weihnachten.
Wir haben dieses Jahr mit dem Buch  "Dreizehn wilde Weihnachtskerle" von Barbara van den Speulhof angefangen und sind begeistert von der Geschichte.

Die dreizehn wilden Weihnachtskerle wohnen in Island und nur Kinder können sie sehen. Für Erwachsene sind sie unsichtbar und meist trauen die ihren Augen nicht, wenn ungewöhnliche Sachen passieren. Auf Island wohnen auch Smilla und Snorre und die hätten so gerne einen echten Weihnachtsbaum. Also haben die Weihnachtskerle den Kindern versprochen, ihnen einen Baum zu besorgen und der soll auch rechtzeitig zum großen Fest da sein. Alles kein Problem, denn der kleinste Kerl Knut, weiß ganz genau, wo es Weihnachtsbäume gibt und wo das Land liegt: Hamburg. Die Weihnachtskerle machen sich auf den Weg ins Weihnachtsbaumland. Dort freunden sie sich mit Antonia und Malte an, die in Hamburg leben und die beiden wollen helfen. Ob sie es schaffen werden, zwei Kinder, die weit weg wohnen, einen Weihnachtsbaum zu besorgen?

Barbara van den Speulhofs Geschichte rund um die Weihnachtskerle ist eine freche Geschichte, denn die dreizehn Weihnachtskerle machen jede Menge Unfug und stellen Hamburg ganz schön auf den Kopf. Jeder einzelne Weihnachtskerl ist uns ans Herz gewachsen und jeder einzelne Weihnachtskerl hat eine schön beschriebene Persönlichkeit. Um einen kleinen Überblick bei all den wuseligen, kleinen Weihnachtskerlen zu haben, sind sie vorne und hinten mit einem kleine Steckbrief im Buch abgebildet.

24 Kapitel= 24 Tage? Ja, so könnte man das Buch natürlich lesen, aber ganz ehrlich, wir hätten es nicht geschafft. Man taucht in die Geschichte ein, die einem einen kleinen Einblick über Island verschafft, Hamburg und die deutschen Bräuche näher bringt und immer kleine Weisheiten parat hat. Hinzu kommen die Weihnachtskerle, die es oft zu gut meinen und das dann ganz schön in die Hose gehen kann. Wir haben uns köstlich amüsiert und so lange vorgelesen, bis die Stimme versagte. Nein, jeden Tag nur ein Kapitel ging nicht.

Barbara van den Speulhof schreibt großartig. Es machte uns Spaß dieses Buch zu lesen. Witzig, locker und ab und zu mit zungenbrecherischer Mundart, wird die Geschichte erzählt. Und ganz besonders toll finde ich, dass sich die Schriftstellerin nicht verbiegt. Sie schreibt für Kinder und lässt die Kinder im Buch sprechen, wie Kinder halt sprechen.

Die Illustrationen von Susanne Göhlich sind so wunderbar und fügen sich prima in das Buch hinein. Das Cover ist harmonisch gestaltet und überall im Buch begegnen einem die Weihnachtskerle. 

Die vergrößerte Schrift ist gerade für die jüngeren Selbstleser sehr toll, denn es vereinfacht ihnen, diese Geschichte selbst zu lesen oder auch mal ein Stückchen vorzulesen.

Meine Kinder sind 11, 8 und 4 Jahre. Während die Großen der Geschichte lauschten und auch mal den Part des Vorlesens übernommen haben, hat der Kleine sich besonders bei den Stellen amüsiert, wo die Kerle Unfug angestellt haben. Das Lesealter wird vom Verlag mit 6 Jahren angegeben und viel jünger sollten die Kinder auch nicht sein, um auch alles wahrzunehmen und zu erfassen.

"Dreizehn wilde Weihnachtskerle" können wir nur empfehlen. Eine schöne, witzige und turbulente Weihnachtsgeschichte, wo die Zeit im Fluge vergehen wird.

Kindermeinung:

Wir fanden das Buch richtig toll und konnten am Abend nicht genug von den 13 Weihnachtskerlen bekommen. Wenn dann doch Schluss war, dann haben wir uns Gedanken gemacht, was sie sonst noch so anstellen könnten. Das Buch ist witzig und es passieren viele unglaubliche Sachen. Da gibt es dann eine fliegende Wurstkette. Witzig fanden wir den Schweden und wie der gesprochen hat. Das macht dann Spaß, wenn man es vorlesen muss. Die Bilder waren auch toll und wir hätten auch noch mehr Bilder haben können. Denn sie sind richtig schön gemalt von den Farben her.